Verfolgungsrennen im Double Jump

Streckenplan

Eine der spektakulärsten, längsten und anspruchsvollsten Strecken im Ski Cross Weltcup

Ski Cross ist spektakulär, ein wilder Ritt über Wellen, mit Sprüngen über Schanzen und heißen Überholmanövern durch Steilwandkurven. Mut und skitechnische wie athletische Fähigkeiten der Aktiven sind das eine, eine spektakuläre Ski Cross-Strecke das andere, was den Reiz dieser jungen Sportart ausmacht.

Mit einer Länge von 975 Metern gilt die Ski Cross-Piste in Grasgehren als eine der längsten und spannendsten im Weltcup. Bei der Premiere vor zwei Jahren zeigten sich Athleten und Betreuer begeistert von den dort möglichen hohen Sprüngen über Schanzen, den Überholmanövern in engen Steilkurven und den kniffeligen Bodenwellen. Gefragt ist von den Fahrern hier neben exzellentem Skifahrerkönnen und Athletik auch jede Menge Mut, schließlich sollte man innerhalb etwas mehr als einer Minute im Ziel sein.

„Die Strecke ist enorm abwechslungsreich und entspricht meinem persönlichen Ideal eines Ski Cross-Kurses in Europa“, freut sich Heli Herdt, Sportlicher Leiter Ski Cross im Deutschen Skiverband (DSV). „Denn sie besitzt eine hohe Variabilität der Hindernisse, das Tempo wird ständig verändert und die Module kommen zügig hintereinander, damit ständig etwas passiert.“ Die trotzdem noch möglichen Überholmanöver erzeugen laut der Meinung des Experten zusätzlich Spannung für Fahrer und Publikum.

Beim Bau des Weltcup-Kurses achteten die Allgäuer zudem darauf, dass er sowohl für Frauen als auch für Männer gleich gut geeignet ist und harmonisch ins Naturgelände eingebettet wurde. In Grasgehren waren es vor allem die natürlich vorhandenen Bodenwellen, welche die Strecken-Planer unbedingt erhalten wollten. Neben diesen sogar für Ski Crosser nicht alltäglichen Wellen machen ebenso die Steilkurven, Negativkurven, Step-Downs und weitere Elemente den besonderen Reiz und die Herausforderung von Grasgehren aus. Insgesamt warten 14 spezielle Aufgaben auf die teilnehmenden Spitzensportler, die bis zum Ziel bewältigt werden müssen. Unter anderem besitzen sie ausgefallene Namen wie Start Triple Roller, Hot Double, Corner Jump, Steinmauer Jump, Double Herbi oder Rocketman Air.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Strecke in Grasgehren ist ihre Länge von fast einem Kilometer, die den Parcours zu einem der längsten im Weltcup machen. Trotz all diesen Highlights steht bei der Wahl der Streckenführung natürlich die Sicherheit der Athleten an oberster Stelle.

Die deutschen Athleten zeigen sich von Grasgehren schwer beeindruckt: „Der Hang hat durch seine natürlichen Gegebenheiten schon das Profil für eine optimale Ski Cross-Strecke und es macht richtig Spaß, hier zu fahren“, sagt Heidi Zacher, die bei der Weltcuppremiere 2011 Zweite wurde. „Grasgehren war der Ort, an dem ich mein erstes Ski Cross Rennen überhaupt gefahren bin“, erinnert sich Daniel Bohnacker ebenfalls gerne zurück. „Die Piste bietet von großen Sprüngen über Gleitpassagen und engen Kurven einfach alles – allerdings verlangt sie einem aufgrund ihrer Länge körperlich auch alles ab!“ Gemeinsam mit dem Team trainiert Bohnacker häufig auf der Strecke, die seiner Meinung nach trotzdem nie langweilig wird. „Durch die natürlichen Gegebenheiten, wie das kupierte Gelände, lassen sich sehr viele verschiedene Kursvarianten abstecken, die stets abwechslungsreich bleiben.“

Auch beim Internationalen Skiverband FIS kennt man die Vorzüge der Abfahrt im Allgäu. „Die Strecke ist perfekt für unseren Event“, meint Joseph T. Fitzgerald, Freestyle Ski Koordinator des Internationalen Ski Verbandes FIS. „Man fährt vom Hügel des Berges quasi bis an dessen Sohle, es sind zahlreiche Wechsel im Terrain, die Geschwindigkeit nimmt zu und in langsameren Passagen gibt es Überholmöglichkeiten.“ Beeindruckt war Fitzgerald beim Wettkampf vor zwei Jahren allerdings nicht nur von der Strecke und den Sportlern, auch das Publikum ist ihm in bester Erinnerung geblieben. „Die Zuschauer waren so zahlreich vor Ort und haben für tolle Stimmung gesorgt – hoffentlich kommen sie dieses Mal alle wieder!“ Heli Herdt vom Deutschen Skiverband schließt sich diesem Kompliment an: „Das ganze Dorf war auf den Beinen und jeder hatte das Gefühl, dass Ski Cross in Obermaiselstein willkommen ist. Deswegen freut sich jetzt der gesamte Ski Cross Zirkus auf das Rennen 2013!“

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